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Den richtigen Arzt für Arbeitsunfälle finden

Sie hatten einen Arbeitsunfall und müssen einen Arzt aufsuchen? Dann wenden Sie sich am besten direkt an einen Durchgangsarzt (kurz: D-Arzt). Das ist ein Arzt, der von den Landesverbänden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) eine besondere Zulassung erhalten hat und für die Durchführung der Behandlung nach Arbeitsunfällen zuständig ist. Er stellt die Diagnose, macht die Erstbehandlung, ermittelt den Sachverhalt des Arbeitsunfalls und legt fest, ob und bei wem eine weitere Behandlung nötig ist.

Der Besuch eines D-Arztes ist wichtig, weil bei einer Arbeitsunfähigkeit durch einen Arbeitsunfall nicht die Krankenkasse die Kosten übernimmt sondern die Unfallkassen. Dabei beträgt das Verletztengeld 80 Prozent des Bruttoentgelts und ist damit häufig höher als das Krankengeld. Auch werden in der Regel weitere Leistungen, für die sonst Zuzahlungen fällig werden, übernommen. Das können zum Beispiel Zuzahlungen zu Medikamenten oder stationären Aufenthalten sein.

Wo finden Sie einen Durchgangsarzt?

Bundesweit gibt es über 4.200 niedergelassene sowie an Krankenhäusern und Kliniken tätige Ärzte, die als Durchgangsarzt zugelassen sind. Die DGUV bietet auf ihrer Webseite die Möglichkeit, nach einen D-Arzt in Ihrer Nähe zu suchen.

Was machen Sie, wenn Sie dringend zu einem Arzt müssen und keine Zeit habe, nach einem D-Arzt zu suchen?

Bei sehr schweren Verletzungen, wie z.B. Brüchen, muss nicht erst ein D-Arzt aufgesucht werden. Der Verletzte sollte stattdessen so schnell wie möglich in ein entsprechendes Krankenhaus eingeliefert werden. Meistens sind dort auch Durchgangsarzt tätig.

Auch bei kleineren Verletzungen, die so gering sind, dass Sie zum Beispiel am nächsten Tag wieder zur Arbeit gehen können, brauchen Sie nicht zum D-Arzt gehen. Die Behandlung kann ein Allgemeinmediziner oder Ihr Hausarzt durchführen. Erzählen Sie ihm aber unbedingt, dass Sie einen Arbeitsunfall hatten. Sollte eine Weiterbehandlung doch nötig sein, wird er Sie an einen Durchgangsarzt überweisen.

Meldung an den Vorgesetzten nicht vergessen

Auch wenn es nur ein kleiner Arbeitsunfall war und Sie glauben, sich nicht verletzt zu haben: Geben Sie immer so schnell wie möglich Ihrem Vorgesetzten Bescheid. hectas hält jeden Arbeitsunfall fest und meldet sie an die Berufsgenossenschaft, damit auch alle Ansprüche an die Unfallkasse gelten. Schließlich kann es vorkommen, dass im Nachhinein Spätfolgen auftreten und Sie doch ärztliche Behandlung benötigen. Und den Unfall bei den Berufsgenossenschaften nach Ablauf der Meldefrist einzureichen, ist viel komplizierter als ihn direkt zu melden.

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