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Mit einfachen Mitteln einen ergonomischen Bildschirmarbeitsplatz schaffen

„Die dümmste Erfindung in unserem westlichen Kulturkreis ist der Stuhl“, sagte einst Dr. Günter Vogel, Anthropologe und Fachmann für das Sitzverhalten. Etwa 90 Prozent der Menschen in Deutschland haben im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Dies ist u.a. auf zu vieles Sitzen zurückzuführen. Im Schnitt sitzen wir ca. 8,5 Stunden am Tag. Durch sitzende Tätigkeiten, wie beispielsweise Auto fahren, essen, und abends auf der Couch relaxen, wird das noch verstärkt.

„Bewegungsmangel und fehlende Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz können Rücken-, Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen sowie Beschwerden in Armen und Händen verursachen. Doch nicht nur unser körperliches Wohlbefinden leidet darunter – unsere Leistungsfähigkeit kann ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden“, erklärt Norbert Volk, hectas‘ Leiter für Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. „hectas als Arbeitgeber ist es daher wichtig, unsere Kolleginnen und Kollegen auch und insbesondere im Home-Office mit wertvollen Hinweisen zu unterstützen. Daher haben wir im März in Zusammenarbeit mit dem AMD TÜV einen Impulsvortrag für alle hectaner zum Thema „Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz angeboten.“

Bereits zu Beginn der Pandemie in 2020 bot hectas den Mitarbeitenden kurze Online-Schulungen zum gesunden Arbeiten aus dem Mobile Office an. Beim einstündigen Impulsvortrag konnten die Teilnehmer ihr altes Wissen auffrischen und neue Impulse gewinnen.

Mit kreativen Mitteln optimalen Arbeitsplatz schaffen
Neben dem Wissen, wie man seinen Arbeitsplatz stimmig ausrichtet (siehe Bild oben), gab Holger Krebs vom AMD TÜV auch weitere praktische Tipps. „Um die Höhe des Bildschirms zu korrigieren, können wir ruhig kreativ werden, wie z.B. einen Kasten Wasser oder andere Erfrischungsgetränke auf dem Schreibtisch heben und den Laptop darauf deponieren. Eine andere Möglichkeit ist auch das Arbeiten am Boden (z.B. neben Kleinkindern). Zusätzliches Equipment, wie z.B. eine Halterung für den Laptop, die man neben sich oder vor sich aufstellen kann, kann dabei zum Einsatz kommen.“ Beispiele, wie dies aussehen kann, finden Sie in den folgenden Folien, die uns der AMD TÜV freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Ausreichend Bewegen
Darüber hinaus sollte man auch für regelmäßige Bewegung sorgen, um u.a. dem Verkürzen der Sehnen, mangelnder Durchblutung, sowie Muskelatrophie entgegenzuwirken. 

Eine wertvolle und simple Regel lautet: 40-15-5. Das heißt, im Idealfall sollten wir innerhalb einer Stunde nur 40 Minuten sitzen, 15 Minuten stehen und weitere 5 Minuten gehen. Ein allgemeiner, regelmäßiger Haltungswechsel ist zu empfehlen. Generell gilt, lieber öfter die Position wechseln, als lange in derselben Haltung zu verharren. Zwischendurch können auch kleine Mobilisations- und Dehnübungen integriert werden. Diese können sich von einfachem Fuß- und Hüfte-Kreisen bis zu kleinen Krafteinheiten für die Schulter und Arme (z.B. mit Wasserflaschen) erstrecken. In dem unten stehenden Booklet, das uns der AMD TÜV freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, finden Sie viele Übungsbeispiele.

„Um gesund durch unser Arbeitsleben zu kommen, müssen wir nicht zum Leistungssportler werden. Man kann schon mit kleinen Tricks, die nicht immer perfekte Arbeitsplatzgestaltung verbessern“, fasst Norbert Volk zusammen.

Wir hoffen, dass auch Ihnen diese einfachen Tipps und Hinweise bei der Arbeit oder im Privaten helfen. Haben Sie noch weitere Tipps? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.

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