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Die Zukunft der Reinigungsbranche nach Corona

Reinigungskräft reinigt Boden mit Maschine.

Die Wertschätzung für die Gebäudereinigung ist in der Coronakrise laut einer Forsa-Studie gestiegen. 96 Prozent der Befragten halten sie aktuell für sehr wichtig beziehungsweise wichtig, so das Ergebnis. Doch was wird nach Corona sein? Steigert sich das Image der Branche langfristig oder wird alles wie vor Corona weiterlaufen? Unser Vorstand Markus Breithaupt gibt uns seine Einschätzung zur Zukunft der Reinigungsbranche nach Corona.

Herr Breithaupt, wie bewerten Sie die gesteigerte Wertschätzung in der Bevölkerung, die die Gebäudereinigung aktuell erfährt?

M. Breithaupt: Es ist gut, dass die Arbeit und das Risiko, dem sich unsere Mitarbeiter aktuell jeden Tag aussetzen, inzwischen auch zunehmende Anerkennung bei unseren Kunden und Externen findet. Als Gebäudereiniger oder Reinigungskraft zu arbeiten, war in der Vergangenheit ein unterschätzter Beruf in der Gesellschaft. Wir erkennen das zum Beispiel darin, dass es schwer für die Branche ist, Auszubildende zu finden. Das hängt aber auch damit zusammen, dass Büroräume, Werkshallen etc. meist zu Uhrzeiten gereinigt werden, an denen in der Regel keine Mitarbeiter des Kunden anwesend sind. Sie sehen daher nicht die Intensität und den Umfang sowie die Komplexität der Leistung, die unsere Mitarbeiter erbringen. Das hinter der Reinigung in der Regel sehr fleißige, sich für den Kunden engagierende Persönlichkeiten stehen, die täglich viele (auch neue) Herausforderungen lösen, wird noch zu selten wahrgenommen. In der Coronakrise sind die Reinigungskräfte und Gebäudereiniger sichtbarer geworden. Diese Sichtbarkeit und die daraus folgende Wertschätzung wollen wir noch weiter verbessern.

Wie schätzen Sie die nachhaltigen Folgen der Pandemie für die Branche ein?

M. Breithaupt: Ich bin zuversichtlich, dass die Anerkennung anhält und das Image des Berufs sich langfristig verbessert. Gleichzeitig gehe ich aber davon aus, dass wir mit weiteren Folgen aus der Krise konfrontiert werden. So spüren wir aktuell schon den verstärkten Bedarf vieler Kunden, die Reinigungszyklen zu reduzieren, um noch weiter zu sparen. Weiterhin ist es denkbar, dass es zukünftig normaler wird, viele Arbeiten von Zuhause aus zu erledigen, und unsere Kunden in Folge ihre Büroflächen reduzieren. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch einen langfristigen Trend bezüglich des Reinigungsbedarfes. Dieser lässt sich wegen der Unterschiedlichkeit der Örtlichkeiten und Bedarfe nur schwer automatisieren. Das bedeutet, dass wir auch in Zukunft nur gemeinsam mit vielen engagierten und guten Mitarbeitern erfolgreich sein werden.

Sehen Sie eine langfristige Veränderung in der Art der Dienstleistungserbringung?

M. Breithaupt: Ich glaube, dass Tagesreinigung stärker in den Fokus rückt. Seit Beginn der Coronakrise überlegen wir täglich mit unseren Kunden, wie sie die Hygienemaßnahmen umsetzen können. Dabei ist es ihnen wichtig, auch den Mitarbeitern zu zeigen, dass sie z.B. mehrmals am Tag reinigen lassen, damit sich die Mitarbeiter sicher am Arbeitsplatz fühlen können. Viele Unternehmen erfahren dadurch die Vorteile, die eine Tagesreinigung generell mit sich bringt: zum Beispiel eine schnellere Reaktion auf Bedarfe, da die Mitarbeiter direkt mit dem Reinigungspersonal kommunizieren können. Gleichzeitig nimmt die Wertschätzung und damit die Zufriedenheit bei den Kollegen zu. Studien bestätigen den positiven Effekt, dass Mitarbeiter die Reinigungsleistung positiver wahrnehmen, wenn sie sehen, wann und wer sie erfüllt. Für die Reinigungsmitarbeiter hat Tagesreinigung den Vorteil, dass die Arbeitszeiten meistens angenehmer sind und, dass sie ein Feedback von den Kunden bekommen. So steigert sich auch ihre Zufriedenheit und Motivation.

Herr Breithaupt, vielen Dank für das Gespräch.

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